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    Nachricht vom 15.11.11 | PARTNER PFERD show - expo - sport

    Reiten - für Körper und Seele- 15. PARTNER PFERD bietet Angebote rund ums Therapeutische Reiten

    Drei Jahre ist es her, dass Daniel Förster aus Leipzig das Reiten für sich entdeckt hat. Da hatte er gerade erfahren, dass seine Krankheit, eine genetisch bedingte Art der Querschnittslähmung, sich weiter verschlechtern würde. Mit Physiotherapie, Aqua-Jogging und Gymnastik hatte der damals 26-jährige bereits dagegen angekämpft, doch die mageren Erfolge reichten ihm nicht mehr aus. Über eine Bekannte kam er zum Pferd und zum Therapeutischen Reiten - und so zu einer nicht für möglich gehaltenen Steigerung seiner Lebensqualität. Auf der PARTNER PFERD vom 19. bis 22. Januar 2012 bildet das Therapeutische Reiten ein Schwerpunktthema.

    „Das Pferd ist immer in Bewegung, seine Impulse gehen auf den Reiter über. Der muss locker bleiben, wenn er sich im Sattel halten will, zugleich aber Spannung und Stabilität im Oberkörper halten“, erinnert sich Daniel Förster, wie er das Therapeutische Reiten im Reit- und Therapiezentrum Rodleben e. V. in Sachsen-Anhalt erlebte. „Die körperlichen Effekte waren enorm. Wenn ich abgestiegen bin, waren Muskeln und Becken viel beweglicher als zuvor, und dieser Effekt hielt jeweils zwei Tage lang an.“ Heute hat Förster - dank der Therapie auf dem Pferd - deutlich weniger Krämpfe und Schmerzen. Schaffte er zuvor nur etwa 50 Meter zu gehen, bis er wieder auf den Rollstuhl angewiesen war, so sind es jetzt bis zu 100 Meter. „Außerdem habe ich durch das Medium Pferd als verlässlichen Partner gelernt, positiver mit dem Leben umzugehen und Krisen zu bewältigen. Ich konnte Vertrauen fassen und die um mich herum errichtete Mauer abbauen“, beschreibt der junge Mann seine Entwicklung. Mittlerweile hat er das Reiten sogar als Sport für sich entdeckt: Als Dressurreiter qualifizierte er sich für die Special Olympics auf nationaler Ebene, die 2012 in München stattfinden. Wenn er auf dem dortigen Turnier der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung gut abschneidet, könnte er 2014 in London sogar auf internationaler Ebene antreten. Förster: „Ein großes Ziel ist aber auch, an Paradressur-Turnieren teilzunehmen.“ Ein Leben ohne Pferde kann er sich heute nicht mehr vorstellen. Um auch andere Menschen für das Therapeutische Reiten und den Behindertenreitsport zu begeistern, wird er auf der PARTNER PFERD vom 19. bis 22. Januar 2012 in Leipzig auf dem Stand von Lexa Pferdefutter als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Dort wird er darüber berichten, wie er seine Aktivitäten finanziert, denn Therapeutisches Reiten wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. „Übernommen werden allerdings die Kosten für Reiten als präventiven Gesundheitssport. Meine Ausgaben decke ich aber vor allem mit Hilfe von Sponsoren und aus eigener Tasche“, so Förster.

    Das Pferd – Partner von Physiotherapeuten, Pädagogen, Ergotherapeuten und Psychologen

    „Finanzierungsmöglichkeiten gibt es aber auch über die Budgets von Kliniken oder ambulanten Betreuungsdiensten, über soziale Hilfsorganisationen oder Spendenhilfsfonds des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten e. V.“, erklärt Ute Ohms, Sächsische Landesbeauftragte des Kuratoriums für Therapeutisches Reiten. Am Stand des Landesverbandes Sachsen des Kuratoriums wird sie Therapeutisches Reiten und Reiten als Sport für Behinderte vorstellen sowie Informationen für die Ausbildung zum Therapeuten und für interessierte Reiterhöfe vermitteln. Ihr Tipp: „Wer selbst therapeutisch reiten möchte und einen qualifizierten Anbieter sucht, sollte auf die Lizenz von unserem Kuratorium achten. Dann ist er auf der sicheren Seite.“ In Sachsen gebe es zum Beispiel zwei anerkannte Höfe. Insgesamt habe das Kuratorium 3.000 Mitglieder, vor allem in den typischen Pferderegionen. Ohms selbst befasst sich seit 40 Jahren mit dem Therapeutischen Reiten, hat es in der DDR in die Psychiatrie eingeführt und wurde später auch gesamtdeutsch zur Vorreiterin. „Das Pferd ist der älteste Begleiter des Menschen, es kann die Arbeit von Physiotherapeuten, Pädagogen, Ergotherapeuten oder Psychologen unterstützen“, schwärmt Ute Ohms. Möglich sei zum Beispiel eine ärztlich verordnete Hippotherapie, bei der über den Pferderücken dreidimensionale Schwingungen auf den Patienten übertragen werden. Ohms: „Die dabei entstehenden Impulse ermöglichen ein gezieltes Training der Haltungs-, Gleichgewichts- und Stützreaktionen sowie eine Regulierung des Muskeltonus. Schon nach zehn Minuten tritt eine Besserung ein; wer einmal in der Woche übt, erreicht anhaltende Effekte.“ Eine weitere Möglichkeit: die Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd. „Hier werden in Einzel- oder Gruppentherapie körperliche Probleme bearbeitet. Nach Unfällen kann zum Beispiel die Feinmotorik von Armen und Beinen verbessert werden, oder es wird die Wahrnehmung von Körper und Raum geschult“, erklärt Ute Ohms eine zweite Facette des Therapeutischen Reitens. Eine dritte Facette, die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, richtet sich beispielsweise an verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, die durch den Umgang mit dem tierischen Partner Verantwortung, Fürsorge und Achtsamkeit lernen. Doch auch Erwachsene können profitieren: „Beim Getragenwerden durch das Tier kommen oft alte, verdrängte Erlebnisse wieder hoch, die dann durch Psychologen weiter bearbeitet werden können“, so die Expertin. Die Nachfrage sei so groß, dass derzeit beim Kuratorium ein eigenständiger Bereich „Psychotherapeutische Arbeit mit dem Pferd“ aufgebaut werde. Eine weitere Variante sei Reiten als Hobby, Freizeit- oder Leistungssport für Behinderte - eine der wenigen Sportarten, die Behinderte gemeinsam mit Nichtbehinderten ausüben können.

    Reiten als gesundes Hobby: Weit mehr als Rückenschule und Fitnesstraining

    Dass auch gesunde Menschen vom Pferd profitieren, zeigt der Reit- und Voltigierverein Sehlis, der vor allem Voltigierkurse für Kinder anbietet. Antje Faber, freiberufliche Reitlehrerin und Voltigiertrainerin: „Voltigieren ist ein Teamsport mit akrobatischen und artistischen Aspekten. Zwischen sechs und ach Kindern bilden eine Wettkampfmannschaft, turnen auf dem Rücken des Pferdes eine Kür, bilden zum Beispiel gemeinsam Pyramiden. Dabei trainieren die Kinder Balance, Körperbeherrschung, Dehnbarkeit und Bewegungskoordination, erfahren aber auch ein Gemeinschaftsgefühl mit gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit und lernen auch mal zurückzustecken, wenn es der gemeinsamen Aufgabe dient.“ Über eine Rückenschule oder bloßes Fitness-Training gingen die gesundheitssportlichen Effekte also weit hinaus. So würden zum Beispiel gerade auch Trennungskinder profitieren. Antje Faber: „Sie finden im Partner Pferd einen festen Halt und lernen Beziehungsfähigkeit.“ Auf der PARTNER PFERD tritt der Reit- und Voltigierverein Sehlis mit einem großen Voltigierpferd und einer gemischten Kindergruppe auf. „Mit dabei sind schon Zwei- bis Dreijährige sowie die ideale Zielgruppe der Fünf- bis Siebenjährigen, aber auch Dreizehnjährige. Als Programmbestandteil des Aktionsrings treten wir zweimal am Tag mit einem abwechslungsreichen Programm auf“, kündigt Antje Faber an.

    Infos zum Therapeutischen Reiten unter: www.DKThR.de

    Über die PARTNER PFERD

    Die PARTNER PFERD ist die weltweit größte Hallenreitsportveranstaltung. Bereits zum 15. Mal öffnet sie vom 19. bis 22. Januar 2012 ihre Tore auf dem Leipziger Messegelände. Die Mischung aus Show, Expo und Sport zieht jährlich ca. 250 Aussteller und erweist sich als echter Publikumsmagnet mit vielen zehntausend Besuchern. Geboten werden attraktive Sonderschauen, erstklassige Abendshows, ein reichhaltiges Produktportfolio rund um das Thema Pferd sowie Top-Veranstaltungen des internationalen und nationalen Pferdesports.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Julia Lücke
    Telefon: +49 341 678 65 55
    Fax: +49 341 678 16 65 55
    E-Mail: j.luecke@leipziger-messe.de


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