Pferdeliebe trifft Projektplan: Wie entsteht eigentlich die PARTNER PFERD?
Vier Tage PARTNER PFERD: Dahinter stecken Monate voller Ideen, Entscheidungen und Abstimmungen. Eine, die dabei mit ihrem Team zahlreiche Fäden zusammenhält, ist Meike Mitdank. Im Gespräch berichtet sie, warum es besonders fordernd ist und welche neuen Ideen, für die nächste Messe bereits Gestalt annehmen.
„Nach der Messe ist vor der Messe“, sagt Meike Mitdank. Und dieser Satz trifft ihren Arbeitsalltag ziemlich genau. Ein, zwei Tage bleiben zum Durchatmen und Sortieren, dann beginnt die Arbeit am nächsten Jahr. Zunächst mit einem Blick zurück: „Was ist gut? Was müssen wir verbessern? Wo gibt es Potenzial?“ Feedback erreicht das Team über Befragungen der Besuchenden, Social Media und die Ausstellerinnen und Aussteller ¬– hier sogar noch ganz klassisch auf handschriftlich ausgefüllten Bögen. „Das wird immer sehr, sehr ernst genommen“, betont Mitdank. Nicht alles lässt sich verändern, manches braucht Zeit.
Mit jeder Woche nimmt die nächste PARTNER PFERD mehr Gestalt an. Das Team um Projektdirektorin Peggy Schönbeck, Projektmanagerin Meike Mitdank und Projektassistentin Lisa Fritzsche entwickelt gemeinsam mit Ausstellern und verschiedenen Abteilungen Ideen weiter. „Hier denkt man auch gern mal ein wenig verrückter“, verrät Mitdank. Manche schaffen es weiter, andere werden verworfen: „Es ist einfach ein fließender Prozess.“ Ihren eigenen Blick bringt Mitdank als Reiterin mit. Seit ihrem sechsten Lebensjahr sitzt sie im Sattel. Pferdeerfahrung sei für ihren Beruf keine Voraussetzung, für sie aber ein Vorteil: „Es ist sozusagen mein Joker oder meine Brille.“ So könne sie die Perspektive der Besucherinnen und Besucher noch einmal ganz anders einnehmen.
Trotz früher Planung bleibt der Endspurt. „Wir versuchen jedes Jahr, dieser Phase vorzubeugen“, erzählt Mitdank. Je früher man anfängt, desto entspannter wird es hinten raus. Ihre trockene Bilanz: „Nein, das klappt nicht“, berichtet sie lachend. Vor allem im Dezember ballt sich die Arbeit.
Eine der Ideen, die für 2027 bereits konkrete Formen angenommen hat, ist ein neuer Aktionsbereich in Messehalle 3 für Fitness und Balance. Während sonst vieles um Training und Gesundheit des Pferdes kreist, soll hier bewusst der Mensch im Sattel im Mittelpunkt stehen. „Es soll wirklich mal nur um Reiterinnen und Reiter gehen“, erklärt Mitdank. Geplant sind Themen wie Sitz, Balance und Körperwahrnehmung sowie ein Falltraining. Dafür bekommt „Fitness und Balance“ einen ungewöhnlichen Rahmen: ein Iglu mitten in der Halle. „Das Iglu schafft im Messegeschehen eine ganz eigene Atmosphäre, in der man sich auch trauen kann, selber mitzumachen“, beschreibt Mitdank die neue Idee. In kleinen Gruppen bieten Trainerinnen und Trainer sowie Therapeutinnen und Therapeuten Workshops an. Die Teilnahme ist mit dem Messeticket kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
Wenn im Januar die Türen öffnen, bleibt oft wenig Zeit, das Ergebnis monatelanger Arbeit zu genießen. „Wir stehen wirklich unter Strom“, berichtet Mitdank. Umso schöner ist der Moment am Sonntag, wenn die Anspannung abfällt und das Team gemeinsam auf das Geschaffte zurückblickt. „Dann bleiben ein, zwei Tage zum Durchatmen“, so Mitdank. Denn: Nach der Messe ist vor der Messe.